KELHEIM.Der Letzte des Feldes erfährt oft eine besondere Ehre. Er wird begleitet vom „Räumkommando“. „Wir haben gleich nach dem letzten Starter die Strecken- und Verpflegungsposten abgebaut und waren auch im Ziel rasch fertig“, sagt Thomas Petz von run & bike Kelheim, das den 2. Volksfestlauf gut über die Bühne brachte und nur eine halbe Stunde nach Rennschluss den Festköniginnen und Besuchern wieder den Rummelplatz akkurat aufgeräumt überließ. Im Festzelt fand die Siegerehrung statt: Mit Felix Mayerhöfer (DJK Daßwang) und Maria Paulig (Team Erdinger) hatte das Zehn-Kilometer-Rennen zwei unwiderstehliche Erstplatzierte gesehen.

Große Zufriedenheit machte sich beim Ausrichter mit Blick auf die Teilnehmerzahl breit. „Wir hatten 249 Starter, nur 20 weniger als im Vorjahr bei der Premiere. Wenn sich das so einpendelt, hat dieser Lauf eine lange Zukunft, von mir aus die nächsten 20 Jahre“, so Petz, der Leiter des Organisations-Teams. Knapp 200 Läufer und Walker hatte sich vorab in die Starterlisten eingetragen, 50 Aktive kamen am Renntag dazu. „Ich weiß von einem Buben aus Painten, der mit seinen Eltern nur mittags zum Fischessen kam, aber dann unbedingt den Bambinilauf mitmachen wollte“, schmunzelt Petz. Die ganze Familie harrte brav mehrere Stunden aus.

Lokalmatadorinnen am Podest

Zu den Spät-Anmeldern zählten arrivierte Athleten wie Peter Kozlowski oder Felix Mayerhöfer. Letzterer hat sich in jüngster Vergangenheit einen Namen in der Szene gemacht. Der 34-Jährige gewann im Vorjahr den Marathon zum Welt-Down-Syndrom-Tag in Fürth, im Februar schlug er beim Thermen-Marathon in Bad Füssing zu und beim Regensburger Marathon 2015 wurde er in einem riesen Feld Zweiter. In 2:36:23 Stunden erreichte er in der Domstadt das Ziel.

Der Zehn-Kilometer-Volksfestlauf in Kelheim war für ihn ein Kurztrip. Vom Start weg ließ er die schärfsten Widersacher hinter sich. Vinodkumar Shrinivas (Armin Wolf Laufteam) und Johann Bendlander (TSV Ergoldsbach) behaupteten sich im Kampf der Verfolger auf den Rängen zwei und drei. Mayerhöfer hatte in 35:11 Minuten 50 Sekunden Vorsprung auf Shrinivas. „Ich habe bereits den Insellauf in Bad Abbach gewonnen und werde wohl noch einige Rennen des Landkreiscups mitnehmen“, sagte der Sieger. In der Gesamtwertung der Laufserie dürfte der Parsberger – vorausgesetzt er bestreitet fünf Rennen – nicht zu schlagen sein. Bester Lokalmatador war Andreas Zwerger in 37:44 als Fünfter.