Greding (HK) Eine neue Bestzeit, zufriedene Lokalmatadoren und nahezu ideale äußere Bedingungen: Die elfte Auflage des Jura-2000-Halbmarathons in Greding ist ein voller Erfolg gewesen. Wie im vergangenen Jahr kam dabei an Felix Mayerhöfer niemand vorbei.

Mayerhöfer übertraf sogar seine Zeit aus dem letzten Jahr. 1:12:51 Stunden benötigte er für die 21 Kilometer und verbesserte sich damit um 19 Sekunden. Anders als beim letzten Mal, als der Läufer von der DJK Daßwang mit fast fünf Minuten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten ins Ziel kam, saß ihm dieses Mal mit Stefan Böllet ein Konkurrent im Nacken. Der Mann von den Speed Runners Neumarkt benötigte 1:13:00 Stunden und war damit nur neun Sekunden langsamer. „Böllet war sehr zäh“, sagte der Sieger. „Ich habe während des Laufes immer wieder gemerkt, dass er an mir dran ist und nicht nachlässt. Zum Glück konnte er aber auch nicht zulegen.“ Vor allem das letzte Stück, das mit der leichten Steigung parallel zur Autobahn führt, sei für ihn hart gewesen. Am Ende aber reichte es für den 34-jährigen Parsberger. „Mein Ziel war zu gewinnen – und ich freue mich, dass ich sogar noch schneller war als letztes Jahr.“
Der Zweitplatzierte Böllet, der zum ersten Mal in Greding an den Start ging, ärgerte sich aber nicht über den verpassten Sieg, sondern zeigte sich zufrieden: „Ich wollte meine gute Leistung vom Schwabacher Citylauf (1:13:36 Anm. d. Red.) bestätigen, das ist mir gut gelungen.“ Der 31-Jährige war sogar noch schneller als in Schwabach. Böllet zeigte sich angetan vom Lauf in der Schwarzachstadt: Normalerweise sei er kein Fan von Halbmarathons, die über mehrere Runden gehen, aber ihm habe die Streckenführung sehr gut gefallen. Nachdem es auf den ersten Kilometer vom Marktplatz aus durch das Fürstentor raus zum Eichstätter Tor und dann wieder in die Altstadt hineingegangen war, absolvierten die Läufer dann vier Mal hintereinander einen fünf Kilometer langen Rundkurs. Vorbei am Hallenbad liefen die Athleten nach Mettendorf und von dort entlang der Autobahn zurück auf den Gredinger Marktplatz. „Das leichte Gefälle in Richtung Mettendorf fand ich schön, dort konnte man Tempo aufnehmen“, sagte Böllet.
Der 31-Jährige hat durch den zweiten Platz auch seinen dritten Gesamtrang im Läufer-Cup Mittelfranken-Süd gefestigt. Den Erstplatzierten Thomas Link (Arriba Göppersdorf) und den Zweiten Andreas Doppelhammer wird er aber wohl nicht mehr einholen. Beide waren in Greding ebenfalls dabei und sicherten sich weitere Zähler: Doppelhammer (1:14:40) wurde Dritter, Link (1:16:59) folgte auf dem vierten Rang.
Zufrieden durften auch die Gredinger Lokalmatadoren sein: Mit Markus Mißlbeck und Michael Beck schafften es immerhin zwei TSV-Läufer in die Top Ten. „Dafür, dass ich kaum trainiert habe, bin ich mit dem sechsten Platz sehr zufrieden“, sagte Mißlbeck, der nach 1:20:59 Stunden ins Ziel kam. Dabei hatte der 37-Jährige nach der zweiten Runde schon ans Aufhören gedacht, dann aber doch auf die Zähne gebissen und den Lauf bewältigt. „Von der Kondition her war es kein Problem, ich bin zuletzt nur viel mit dem Rad gefahren und dabei hat man einen anderen Bewegungsablauf.“ Beck wurde in 1:23:34 Stunden Zehnter.
Noch besser lief es für Martina Wolfsteiner (1:35:00), die bei den Frauen auf Platz zwei landete und nur Heike Störl vom TSV Altenfurt den Vortritt lassen musste. Die Siegerin kam nach 1:33:40 Stunden ins Ziel. „Ich bin aber ohne Druck und ein bestimmtes Ziel ins Rennen gegangen“, sagte Wolfsteiner. „Ich hab das erste Mal nach einer Stunde und zwölf Minuten auf die Uhr gesehen.“
Ohnehin gab es unter den 309 Startern nur Gewinner: Jeder erhielt von Schwarzachkönigin Sabrina Schmidt und Bürgermeister Manfred Preischl eine Medaille. Auch die Organisation unter der Leitung von Thomas Frank und Max Dorner ließ keine Wünsche offen. Und mit sechs verschiedenen Läufen war es ein Fest für die ganze Familie.

Quelle : Donaukurier