Felix Mayerhöfer schafft mit dem Sieg, was er schon lange wollte.

REGENSBURG. Es wurde Zeit für Felix Mayerhöfer. „Zweimal Zweiter, einmal Dritter. Das war mal fällig und gfreit mi narrisch“, kommentierte der Läufer seinen Sieg. Nach 2:31:36 Stunden war er als Sieger des 26. Regensburg Marathons mit fast zehn Minuten Vorsprung im und am Ziel. Und auch Frauensiegerin Eva-Maria Schmitt war glücklich: Mit ihrem Vereinskollegen Markus Veth als „optimaler Begleitung“ an der Seite, der schon 2:53 Stunden lief und wegen Verletzungsproblemen langsamer machte, lief es auch bei ihr rund. „Das war schon maximaler Luxus“, strahlte Schmitt nach ihrem dritten Marathon, den sie nach 3:12:03 auch noch ein Stück schneller als angepeilt absolvierte. „Wir hatten auf eine 3:15 hintrainiert.“

Natürlich schwitzten auch die Sieger bei den sommerlichen Temperaturen. „Mögen tue ich es nicht, aber es hat mir in die Karten gespielt“, sagte Schmitt, die über vier Minuten vor ihrer Verfolgerin Christian Göpfert aus Frankfurt lag. Felix Mayerhöfer fand dagegen, es sei „perfektes Wetter“. Zuletzt in St. Pölten hatten ihn Kälte und Regen genervt, hier lief alles „vom ersten Kilometer weg bestens. Ich hatte nie das Gefühl, ich könnte einbrechen und habe meine 3:40 Minuten für den Kilometer wunderbar halten können.“

Laufen im Anzug? „Unmöglich“

Mayerhöfer ist ein Vielläufer. „Viel zu viel“ laufe er, sagte er schweißüberströmt, „aber so ist das eben, wenn man süchtig danach ist. Und nächste Woche sind es ja nur zehn Kilometer beim Tiergarten-Lauf in Nürnberg.“ Nur eines hätte der Mann aus Daßwang, der auch seinen Luxus hatte („In 20 Minuten bin ich daheim“) nicht vertragen – wie in Hamburg im Anzug laufen, wo der Realschullehrer in 2:42:59 einen verrückten Weltrekord für diese Art von Lauf aufgestellt hatte. „Hier einen Anzug zu tragen, wäre unmöglich gewesen.“ Schon so wunderte sich die Konkurrenz und empfand die Temperaturen deutlich grenzwertiger. „Es war definitiv zu warm“, sagte Marco Bscheidl von der LG Passau, der 9:43 Minuten hinter Mayerhöfer als Zweiter ins Ziel kam.

Quelle: Von Claus-Dieter Wotruba, MZ; Link zur Internetseite